Nebein bei Habe ich noch die Leidenschaft fuer den brasilianischen Film entwickelt. Viele Filme aus brasilianischer Produktion sprechen offen soziale und politische Probleme an, und können somit eine offene und gleichberechtigte Diskussionen los treten und somit alle sozialen und kulturellen Schichten zugänglich machen. Und die nicht nur von der intellektuellen oder politischen Schicht diskutiert wird sondern auch von Leuten die sonst nicht an diese Problematik herantreten um darüber offen zu sprechen und so mancher Film bringt auch Veränderungen mit da sich nachher mehr Menschen mit diesem Thema offen beschäftigen. In der Zeit in der ich jetzt hier bin sind 5 Filme aus brasilianischer Produktion ins Kino gekommen wo von ich 3 gesehen habe und sagen kann das sie mir gefallen haben und sich lohnen sie zu sehen
Saneamento Basico – O Filme, Tropa de Elite und Meu nome nao e Johny. Alle Filme sind meiner Meinung nach gut gelungen und haben einen guten Umgang mit der brasilianischen Wirklichkeit, da diesen Filmen diese mit Ironie und Sarkasmus begegnen wie im Falle von Saneamento Basico. Es geht in dem Film darum dass eine kleine Kommunität in dem hügeligen Hinterland von Porto Alegre eine Abwasserkanalisation braucht und diese durch übermäßige Bürokratie und andere Hindernisse nicht bekommt. Die schon erwachsenen Kinder des Dorfvorstehers versuchen trotzdem den Bürokratischen Weg und bekommen zur Antwort, dass die brasilianische Bundesregierung ein Filmwettbewerb für kleine Kommunitäten ausgeschrieben hat. Nun machen sich die jungen Leute des Dorfes daran einen Film auf die Beine zustellen. Dies ist aber mit vielen Hindernissen bespickt und hinzukommt ein weiteres Problem das es nicht einfach macht das Projekt zu realisieren. Man darf über so manche tollpatschigen Aktionen der Dorfbewohner freuen, und auch über zwei italienisch stämmige Dorfbewohner die schon so manche Jahre auf dem Buckel haben. In diesem Film wird so manche brasilianische Eigenschaft angesprochen und durch den Kaffee gezogen das man sich manchmal denkt wenn alles davon wahr wäre so müsste man sich doch wunderen das hier doch vieles funktioniert.
Im zweiten Film der in dieser Zeit ins Kino gekommen ist, Tropa de Elite, geht es um die Eliteeinheit der Militärpolizei des Bundesstaates Rio de Janeiro. Ein kurzer Ausflug warum es die normale Polizei Militärpolizei heißt. Früher waren die Polizisten wie die Soldaten einkaserniert und während der Militärdiktat unterstanden diese Polizisten dem Militär, heute aber unabhängig vom Militär, soweit ich dieses richtig mitbekommen habe. Die Eliteeinheit heißt kurz BOPE was die Abkürzung für Batalhao de OPeracoes Especias (dt.: Batalion für Spezialeinsätze) steht. Der Film fängt mit einer Invasion einer Favela (armen Viertel) an, wo es zwischen einer Drogenmafia und der Polizei zu einer Schiesserei kommt. Danach sieht man so den Alltag normaler Miltärpolizisten in der Kaserne und deren Schwierigkeiten mit den zum Teil korrupten Vorgesetzten und Kollegen. Mathias eine der Hauptfiguren in diesem Film, studiert neben bei noch Jura an einer der teuersten privat Uni Rio de Janeiro. Durch die Schiesserei in der Favela muss Mathias vom Bope befreit werden und fragt auch direkt an wie man bei ihnen mitmachen kann. Darauf hinkommen er und sein bester Freund in ein knallhartes Trainingslager für diese Spezialeinheit wo sie an ihre physischen und psychischen Grenzen stoßen. Nach ihrer Aufnahme bei der Spezialeinheit gehören sie zu den Polizisten die in der Operation Papa eingesetzt werden um im Vorfeld des Papstbesuches für Ruhe zusorgen. Und so manche Situation eskaliert in diesem Film und dieser nimmt zum Schluss eine tragische und brutale Wendung.
Der dritte und bis jetzt letzte Film behandelt die Thematik des Drogenhandels in der Mittelschicht in Rio de Janeiro. Ein Junge aus gutem Hause beginnt im Laufe seiner Jugend Drogen für seine Freunde zu besorgen, nach und nach zieht das immer größere Kreise. Aber er ist auch ein sehr guter eigner Kunde. Paar Jahre später wird er der größte Drogenhändler in der Mittelschicht Rio de Janeiros. Sein Aufstieg verhilft ihm zu verschiedenen Kontakten und er beginnt das Zeugs in einem Stil zu verkaufen, dass es ihm auch gelingt die Drogen nach Europa zutransportieren. Aber so schnell wie der Aufstieg kam, kommt auch der Fall. Nur lässt sich Joao im Gefängnis nicht Fallen, sondern versucht das Beste daraus zu machen.
Der Titel des Filmes ist Meu Nome Nao É Johnny und beruht auf wahren Begebenheiten.
Weitere Filme aus brasilianischer Produktion:
Cidade de Deus, kennt eigentlich jeder und man braucht nichts dazu sagen.
O homen que desafiou o diabo, schöne Bilder aus dem Nordosten, aber der Dialekt ist so als ein Plattdeutschsprecher mit einem Bayer reden soll, man versteht nur die Hälfte oder auch mal nichts.
Quase Dois Irmaos, 2 Freunde wachsen gemeinsam auf, treffen sich im Gefängnis wieder der eine Gauner der andere Gegner der Militärdiktatur, nach Ende der Militärdiktatur treffen sie sich wieder nur sitzt der eine noch im Gefängnis und der andere ist ein im Mittelstand lebender Mann.
Carandiru, es geht um eine Gefängnisrevolte die zu einem Massaker ausartet wobei mehr als hundert Menschen von der Polizei brutal niedergeschossen werden. Bevor das Massaker passiert lernen wir die Geschichte von mehreren Insassen kennen. Leider weiß ich nicht ob die Personen echt sind, aber das Massaker ist wirklich vorgefallen, im für den Film Namen gebenden Gefängnis
Cidade Baixa, zwei junge Männer die ein kleines Schiff haben um damit waren zwischen den Orten zutransportieren, sollen Fracht nach Salvador de Bahia bringen und nehmen nebenbei eine junge Prostituierte mit. Die beiden verlieben sich in die Prostituierte und die Freundschaft steht auf dem Spiel.
Weitere Filme O Homen do Ano, Batismo de Sangue, O Homen que Copiava, Cidade de Homens (Serie so wie Film), Deus é Braileiro.
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